Die Fußballweltmeisterschafft in Südafrika ist ohne Vuvuzela nicht mehr möglich.
Eine Vuvuzela, gelegentlich in Botswana auch Lepatata genannt, ist ein in Südafrika sehr beliebtes Blasinstrument. Der Begriff Vuvuzela kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutete soviel wie Krach machen. Das Instrument klingt wie der Laut Vuvu, so dass der Begriff auch daraus abgeleitet sein könnte. Im Slang der Township heißt Vuvu soviel wie in Musik duschen.
Starke Lippen- und Lungenkraft bringen das Instrument zum Klingen. Der Klang einer Vuvuzela erinnert an das monotone Trompeten eines Elefanten oder ein tiefes Nebelhorn, ist aber mit seiner erreichbaren Lautstärke von 120 Dezibel noch viel lauter.
Sie ist etwa so lang wie eine Elle und wurde früher aus Zinn, heute aus Kunststoff oder Blech hergestellt.
In Südafrika wurde die Vuvuzela in den 90iger Jahren populär. Seit 2001 wird das Instrument von dem südafrikanischen Unternehmen Masincedane Sport massenhaft produziert. Die Vuvuzela hat sich seit etwa 20 Jahren zu einem wesentlichen Symbol des südafrikanischen Fußballs entwickelt.
Als 2010 in Zürich über die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft entschieden wurde, schickte der damalige Staatspräsident Nelson Mandela Hunderte Vuvuzelas mit dorthin. Der Preis für eine Vuvuzela hat sich seitdem von etwa 30 Rand (rund 3 Euro) in Touristenregionen auf 100 bis 200 Rand (etwa 10 bis 20 Euro) erhöht.
Bereits im Jahre 2009 beim Konföderationen – Pokal in Südafrika wurden Vuvuzelas intensiv eingesetzt.
Und jetzt ist ihr Gebrauch in allen Fußballstadien und allen Straßen ein Muss. Man könnte sagen, die Vuvuzela ist zum führenden Instrument bei der Weltmeisterschaft in Südafrika geworden. Wann wird die Vuvuzela die Fußballstadien Europas erobern?